Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Tag 05 bis 06

Reportagen > Radtourismus > Estland

Tag 05, 17.06.12

Heute wie angekündigt zeitiges aufstehen. 6:00 Uhr

Frühstück, anschließend schnell aufs Rad, um die ca. 25 km im feinen, aber stetigen Landregen zur Fähre nach Söru zu überwinden, natürlich wieder auf fast schnurgerader Asphaltstraße.
Der Verkehr tendierte während dessen wieder gegen Null, lediglich zwei Rehe starrten uns entsetzt entgegen.

In Söru angekommen, wartete schon die Fähre zur Insel Saaremaa. Kosten für 2 Personen und zwei Räder 6,40 €. Nach ca. 75min Fährzeit und auf besseres Wetter hoffend ging es weiter, unserem heutigen Tagesziel entgegen, nach
Kuressaare .In Triigi angekommen wurden unsere Wünsche leider nicht erfüllt. Ca.10 km im strömenden Regen, da liegen die Nerven ganz schnell blank. Die restlichen 35 km war es zwar einigermaßen trocken, aber dafür hatten wir stetig wachsenden Nordwind mit Windgeschwindigkeiten von 35 - 56 km/h. So kamen wir machmal nur auf eine Geschwindigkeit von ca. 12 -13 km/h, Cl. war des öfteren schier der Verzweiflung nah, auch ich hatte die Nase ganz schön voll.

Auf die Besichtigung einiger Sehenswürdigkeiten haben wir auf Grund der Witterung verzichtet. So verpassten wir die
St. Katharina Kirche von Karja und den Kaali Meteoritenkrater.
Übernachten werden wir diesmal im
Kuressare Sanatorium AS .
Nach in Beschlagnahme unser Quartiers, machten wir uns auf den Weg in die Innenstadt. Sie gleicht einer Prinzessin welche auf den berühmten Prinz wartet. Allerdings wurden hier die gleichen Fehler wie auf aller Welt gemacht. Am Rande der Stadt wurde ein großer Konsumtempel gebaut und damit das allmähliche Sterben der Innenstadt Tor und Tür geöffnet. Gleich hinter unserem Hotel befindet sich die alte Festungsanlage der Stadt. Sie wird gerade instandgesetzt, ist aber trotzdem ein Besuch wert.
Morgen geht es zu der letzten Insel, nach Muhu. Somit liegen wieder ca. 75km vor uns.

Gefahrene Tageskilometer: 70km
die aufgezeichnete Strecke entspricht nicht den tatsächlich gefahrenen, habe vergessen den Garmin einzuschalten.
Fahrzeit insgesamt: 7 h

Löe Gästehaus mit absolut liebenswürdigem Ambiente

Tag 06, 18.06.2012

Nach einem Frühstück, welches den Charakter postsozialistischer Massenabfertigung trug und den Gesamteindruck des Hotels nur verstärkte, startete unsere Tour gegen 9:00Uhr
in Richtung Muhu Maa, der kleinsten der drei angesteuerten Ostseeinseln.

Von Kuressaare ging es fortwährend die Fernstrasse 10 entlang. Diesmal gelang es uns auch den Krater von Kaali zu besuchen. Dort ging vor etwa 5000 Jahren ein Meteorit mit einem geschätzten Durchmesser von ca.3 m und einen Gewicht von ca 40 Tonnen nieder. Das Ergebnis ein Krater mit einem Durchmesser von geschätzten 40 m und einer Tiefe von 12 m. Er soll zu 91,5% aus Fe und zu 8,5 Ni bestanden haben. Was lernt der geschätzte Leser daraus?

Nie ohne Helm auf die Straße gehen!

Genervt durch die vielen Autos entschlossen wir bei Masa eine Nebenstraße, die 132, zu benutzen. War es gestern der Wind, der als Feind unserer Unternehmung auftrat, so war er heuer unser Freund. Bei stetigem Rückwind vergingen die Kilometer wie im Fluge.
In Poide entdeckten wir eine alte Kirche aus dem 14.Jahrhundert, mit ständig wechselnder Geschichte. Heute gehört sie einer evangelischen Gemeinde und wird wieder aufgebaut. Jeden zweiten Sonntag findet ein Gottesdienst statt.

Alsdann überquerten wir den Ostseedamm zur Insel Muhu. Nach einem kleinen Imbiss in Liiva suchten wir unser heutiges Tagesziel auf. Durch die Buchung bei
booking.com ist es möglich die Hoteladresse per Internet zu einem TOMTOM zu übertragen. Dies war diesmal auch wirklich nötig, denn ca. 8 km von der Hauptstraße ging es auf einer unbefestigten Nebenstraße, in Deutschland würden wir es Sommerweg nennen, unserem Tagesziel, dem Löe Gästehaus entgegen. Adresse siehe booking.com.

Ein Blick auf die  Karte. Zwischen Kallaste und Löetsa gibt es einen Leuchtturm, von dort ca 250 m ins Landesinnere, genau dort ist es. Ein größeres Einfamilienhaus mit absolut liebenswürdigem Ambiente.         
Hier ließen wir uns mit einem Drei-Gänge-Menü verwöhnen und den Abend bei einer Flasche guten Rotweins gemütlich ausklingen.


Gefahrene Tageskilometer: ca. 87
Gefahrene Zeit : 04:52 h
wirkliche Zeit : ca. 7.5 h
Morgen geht es weiter nach Pärnu.

Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü